SEO-Know-how ist Pflicht für Sie als Projektleitern

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SEO-Know-how bewahrt vor Fehlinvestitionen

Gerade bei grösseren Webprojekten ist es wichtig, den Aspekt der Suchmaschinenoptimierung
genau im Auge zu behalten. Das ist Ihre Aufgabe als Projektleiter, da Sie letztlich
die Arbeiten in Auftrag geben und koordinieren. Fehlt Ihnen das entsprechende
Know-how, besteht die Gefahr von Fehlinvestitionen. Denn leicht können wichtige Dinge
vergessen gehen. Wir zeigen, auf was Sie achten müssen.

Stellen Sie sich vor, eine renommierte Agentur hat soeben vor einem Entscheidungsgremium eine hervorragend grafisch aufbereitete Lösung präsentiert, die eigentlich alle überzeugt hat. In dieser Situation braucht es für Sie als Projektleiter oder als Projektleiterin viel Mut zu intervenieren. Ohne entsprechendes fachliches Know-how fehlen Ihnen oft die Argumente, um sich gegen die Meinung einer Agentur durchzusetzen.

Wenn Sie sich also nicht alleine auf Ihre brillanten rhetorischen Fähigkeiten verlassen möchten, so sollten Sie Ihr Google-Know-how immer auf den neusten Stand bringen. Hier sind die wichtigsten Stolpersteine bei einer neuen Website:

One-Site Pages

Mode ist nicht immer alltagstauglich. Im Internet ist es momentan Mode, sogenannte One-Page-Websites zu erstellen, d.h. der ganze Website-Auftritt basiert auf einer einzigen Website und die Informationen werden durch Scrollen nach unten sichtbar. Dieser Trend stammt vor allem von Websites, welche WordPress als Content Management System verwenden, da hier viele neue Templates so aufgebaut sind.

Wie kann eine One-Page Site, also eine Website, die nur aus einer einzigen Seite besteht, suchmaschinenoptimiert sein, wenn es darauf ankommt, für jede Seite möglichst nur ein Keyword zu verwenden? Das würde bedeuten, dass Sie für diese Seite lediglich ein einziges Keyword verwenden könnten.

Wenn Ihnen eine Agentur eine One-Page-Website vorschlägt, so fragen Sie nach, ob die Website auch SEO optimiert sei. Wenn die Agentur hier Ausreden bringt, wie «SEO ist nicht mehr nötig und wirksam» oder «Wir machen ja AdWords, weshalb SEO nicht so wichtig ist», so sollten Sie in Betracht ziehen, die Agentur zu wechseln oder zumindest von nun an genau zu beobachten, was wie umgesetzt werden soll.

Es gibt Möglichkeiten, mit einem solchen Template trotzdem gute Ranking-Resultate zu erzielen, aber nur dann, wenn Sie innerhalb der Website gut optimierte Blog-Beiträge veröffentlichen oder, noch besser, wenn Sie weitere Seiten anhängen mit den entsprechenden Keywords, zu denen Sie gefunden werden möchten. Beachten Sie dabei: Sie optimieren die Website nicht für Suchmaschinen, sondern für Ihre bestehenden und potenziellen Kunden. Diese sollen einfach zu den gewünschten Informationen kommen und diese auch nutzergerecht dargestellt bekommen.

Responsive Websites

Ein Muss in der heutigen Zeit sind responsive Websites, d.h. die Inhalte werden bildschirmoptimiert ausgegeben, je nach Gerät, welches auf die Website zugreift. Bei einem Smartphone wird die Schrift etwas vergrössert und die Links respektive Buttons sind so angeordnet, dass man sie auch mit etwas breiteren Fingern trifft.

Bei einem Tablet sollten die Inhalte ebenfalls je nach Bildschirmgrösse mobile optimiert dargestellt werden, da auch hier die Finger als Eingabemedium zum Einsatz kommen. Zudem sollte den Nutzern die Möglichkeit geboten werden, auf die «normale Website-Grösse» umstellen zu können, damit Benutzer, welche die Website normalerweise am Desktop betrachten, die gewohnte Darstellung wiederfinden.

Auch bezüglich dem Laden der Daten gibt es unterschiedliche Arten von «Responsive». Achten Sie darauf, dass nur diejenigen Daten übertragen werden, welche das Gerät wirklich benötigt und nicht grossformatige Bilder mitliefern, damit diese dann im Smartphone auf die richtige Grösse umgewandelt werden müssen, was die Bandbreite und die Rechenkapazität des Smartphones belasten.

Für Google ist seit dem April letzten Jahres diesbezüglich alles klar. Wer keine mobile optimierten Websites vorweisen kann, verliert im Ranking. Prüfen Sie deshalb sofort, wie gut Ihre Website mobile optimiert ist mit dem Optimierungs-Test von Google: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-fri endly/?hl=de

Wenn das Resultat wie bei www.duftoase.ch aussieht, können Sie zufrieden sein:

Resultat der Google Überprüfung bezüglich mobile Website

Weshalb ich dies erwähne, obwohl es eigentlich ganz klar ist? Weil es leider heute immer noch viel zu viele Websites von grossen Unternehmen aber auch vom Bund gibt, welche erst in naher Zukunft auf responsive umstellen und vermutlich auch noch solche, die nicht einmal wissen, was responsiv genau bedeutet.

Es liegt an Ihnen als Projektleiter, dieses MUSS-Kriterium durchzusetzen.

 

Content Management System (CMS)

Machen Sie sich unabhängig von der Agentur, auch während der Realisierung. Wir haben einen Fall erlebt, da wurde zwar ein CMS von der Agentur installiert, damit der Kunde nach der Einführung alles selbst verwalten kann. Während dem Pilot und auch unmittelbar nach der Einführung wurde aber vereinbart, dass die Agentur die Änderungen vornimmt.

Das ist prinzipiell OK, wenn Sie als Projektleiter trotzdem ein Passwort besitzen – und auch etwas Ahnung bezüglich der Bedienung des CMS. Denn nur so können Sie reagieren, wenn etwas Dringendes angepasst werden muss. Dringende Dinge passieren nicht nur gemäss Murphy immer am Abend oder sogar am Wochenende, also in einer Zeit, in der die Agenturmitarbeitenden leider nicht oder nur sehr schwer erreichbar sind. Wir haben unsere diesbezüglichen Erfahrungen gemacht und lassen uns künftig mit keinem noch so guten Argument mehr davon abhalten, einen Zugang freigeschaltet zu bekommen.

Was hat dies mit Google-Know-how zu tun? Prinzipiell nichts. Aber sie benötigen etwas Know-how, um festzustellen, ob das gewählte Content Management System SEO-mässig etwas taugt. Nachträglich Tags einzubauen ist nämlich nicht ganz einfach.

AdWords anstelle von Suchmaschinen-Optimierung

Viele Agenturen verhalten sich bezüglich Suchmaschinen-Marketing ziemlich opportunistisch und empfehlen Ihnen AdWords-Kampagnen. Nichts gegen gut formulierte und permanent überwachte AdWords Kampagnen. Eine AdWords-Schaltung ist immer noch eines der effizientesten Online-Werbemittel überhaupt. Aber nur in Kombination mit Suchmaschinen-Optimierung und nie als Ersatz.

Einige Agenturen möchten sich die grosse Arbeit ersparen, welche eine gute Suchmaschinen-Optimierung mit sich bringt. Seien Sie deshalb vorsichtig, wenn Ihnen jemand versichert, Google habe alle Algorithmen geändert und eine Suchmaschinen-Optimierung bringe deshalb nichts mehr. Das stimmt so nicht!

 

Tipp zum Schluss
Organisieren Sie immer vorgängig ein Gespräch mit der Agentur, bevor diese etwas in einem Entscheidungsgremium präsentiert. So haben Sie die Möglichkeit, kritische Fragen zu stellen, ohne dass die Agentur Gefahr läuft, das Gesicht zu verlieren.

https:// oder weshalb Zertifikate nötig sind

Google hat das Jahr 2017 zum Jahr der Sicherheit erklärt und beginnt alle Websites, welche nicht mit einem Zertifikat geschützt sind, im Ranking zurückzustufen. Google geht sogar soweit, dass auf Seiten, bei denen man E-Mail, Namen oder Adressen eingeben muss, die Besucher zu warnen, dass die Eingabe unsicher ist.

Mehr zu diesem und anderen Rankingfaktoren in späteren Beiträgen.

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